Was bedeutet Intervallfasten? Ist Fasten eine Diät? Ich sage Nein!

2. Juli 2018, Ursula Vybiral

Wie jedes Jahr finden sich auch diesen Sommer neue Diäten, neue Begriffe  in den Magazinen, um zu zeigen, dass nun endlich das ultimative Abnehmprogramm gefunden wurde. Diese Ausgaben verkaufen sich, wie man sich denken kann am allerbesten. Uns wird ‚Für immer schlank‘ versprochen. Wir alle wissen aber, dass keine Diät Wunder vollbringen kann. Man muss schon selbstreflektiert seine Ernährung umstellen, den sündigen Dingen einen neuen Platz geben, ein Programm haben, an das man sich halten kann, um schonend abzunehmen, ein Programm, das es einem auch erlaubt, Feste und Urlaube zu feiern, zu genießen, ohne dass man sich gleich wieder selber schlecht macht, dass ‚man es wieder nicht geschafft‘ hat. Zum Leben gehören nun mal auch Feste, auf denen wir uns auch gehen lassen dürfen. Urlaube, in denen wir nicht nachdenken wollen, ob das jetzt zu kalorienreich, zu fett oder gar ungesund ist. Wie man im Alltag wieder auf Spur kommt, das ist schwierig, das ist die Herausforderung, aber eben genau darauf habe ich mich mit meiner easy eating Methode spezialisiert. Denn niemand möchte sein neu erlangtes leichtes Körpergefühl wieder hergeben. Auch ich nicht. Wer mich persönlich, mein Buch oder mein Konzept kennt, weiß, dass ich eine vehemente Diäten-Gegnerin bin. Nun kommen wir zur Headline: Ist Fasten eine Diät?
Von mir ein entschiedenes NEIN! Seit Jahrtausenden fasten die Menschen, allerdings meist religiös motiviert. Seit einigen Jahrzehnten hat Fasten auch in der säkularen Welt Einzug gefunden. Der freiwillige Nahrungsentzug wirkt nicht nur verjüngend und regenerierend, auch die medizinische Bedeutung wird immer klarer. Denn Fasten soll wie ein – heilsamer – Schock auf den Körper wirken. Er stellt die Physiologie auf den Kopf und löst ganze Kaskaden von biochemischen Reaktionen aus. So werden etwa spezielle Reinigungsmechanismen angeregt: sozusagen die Müllabfuhr und das Recyclingsystem der Zellen. Oder: Fasten hemmt nachweislich Entzündungen und senkt hohen Blutdruck. Oder: Fasten kann, wie neuste Forschungen zeigen, selbst bei Krebsleiden helfen. Wie so oft, möchte ich auch an dieser Stelle anmerken, dass meine Blogeinträge meine persönliche Meinung widerspiegeln und dass meine Empfehlungen nur an gesunde Menschen gerichtet sind. Das Thema Fasten in ein ernst zunehmendes Thema, das Sie in jedem Fall, ob gesund oder nicht gesund mit Ihrem Arzt besprechen sollten, bevor Sie loslegen. Ich gebe hier lediglich Impulse und möchte Sie anregen, über das eine oder andere nachzudenken und wenn Sie dies oder jenes für sich in Betracht ziehen, wenden Sie sich immer an Ihre Vertrauensärzte, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Nun: Es gibt verschiedene Arten des Intervallfasten: a) die 5:2 Methode => bedeutet an 2 Tagen in der Woche wird gefastet. b) 6:1 => an einem Tag in der Woche wird gefastet. c) 10:2 => alle 2 Tage wird gefastet, und jene Form des Fastens, die ich praktiziere: d) die 16/8 Methode => 16 Stunden wird am Fasttag auf Nahrung verzichtet. Durch Intermittierendes Fasten (lat. Intermittere = unterbrechen = aussetzen) und einer Ernährung ohne isolierte Kohlenhydrate (zb Zucker und Weizen) lernt der Organismus wieder, seinen Blutzuckerspiegel zu regulieren, so dass auch mehrere Stunden ohne Nahrung ohne jegliches Hunger- oder Schwächegefühl überstanden werden kann. Ich unterbreche die Nahrungsaufnahme für 16 ganzen Stunden. Klingt schwieriger als es ist – Die gute Nachricht: Die Nacht liegt dazwischen. Wie sieht das nun in der Praxis aus? Ich frühstücke um 8:00, esse Mittag so um 12/13:00 und kurz vor 16:00 gibt es eine kleine Jause. Ab 16:00 bis um 8:00 Uhr Früh am nächsten Tag faste ich. Ich trinke Wasser, Kräutertees, manchmal eine klare Suppe. Das mache ich mindestens einmal pro Woche und ich fühle mich großartig. Diese Nahrungspausen entwickeln sich zu Phasen höchster körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit. Ich fühle mich frisch und energiegeladen. Ich staune immer wieder aufs Neue, wie gut ich mich an diesen Tagen fühle. In diesen Stunden, in denen der Körper nicht mit einer Mahlzeit ‚belastet‘ wird, nicht mal die kleinen Snacks treffen ein, können die Antioxidantien ungestört die Zellen und Gewebe ‚entgiften‘ sowie Schäden an Zellmembranen und am Erbgut reparieren. Der Körper nutzt weiterhin seine Glykogenvorräte (gespeicherte Kohlenhydrate) zur Energiegewinnung. Sind diese aufgebraucht, geht er dazu über, Fette zu verbrennen. Die Fettverbrennung verläuft nachhaltig und gesund. Und ohne große Mühe. Ich esse an meinen wöchentliche Fasttagen mittags immer etwas Gutes, etwas, was mir richtig gut schmeckt und vor 16:00 eine kleine Jause. Dann ist Fasten kein Verzicht mehr, sondern in Wahrheit ein Gewinn. Außerdem sind es ja bloß acht Stunden meiner Wachphase, wenn ich um Mitternacht schlafen gehe und das ist wirklich zu schaffen. Vor allem, wenn man bedenkt, wie gut man sich am nächsten Morgen fühlt und die Waage gleicht auch die eine oder andere Sünde der Vortage aus. Für mich ist 16:8 Intermittierendes Fasten genau das Richtige.

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