easy eating on tour

Warum ich von meiner BasenFasten Kur in Salzburg frühzeitig abgereist bin…

Vor einigen Wochen habe ich auf Facebook eine Anzeige entdeckt: Ein Biohotel in Salzburg bietet BasenFasten an. Ich möchte hier den Namen bewusst nicht nennen, weil es nicht um das Hotel geht, sondern um eine Entscheidung, die ich anschließend treffen sollte. Die Bilder haben traumhaft ausgesehen, 5 Tage auf einem Berg (oder sagen wir Hügel), inmitten einer traumhaften Natur, Badeteich beim Hotel und eben das Angebot des BasenFastens. Gleich hatte ich 5 Tage gebucht, denn sogar der Hund war willkommen. Warum ich alleine wegfahren wollte und warum ich mich nur basisch ernähren wollte, ist einfach erklärt: Ich habe jede Menge zu schreiben, vor allem für mein neues großes Projekt, das im September startet. In Kürze werde ich darüber berichten. Nein, es ist kein Buch, das neue Buch kommt erst 2020 dran. Alles kann ich nicht auf einmal machen 🙂 Dort am Berg dachte ich, werde ich in Ruhe schreiben können. Keine Termine in meiner Praxis, keine beruflichen, keine privaten Alltagsdinge würden mich vom Denken und Schreiben ablenken.

In Salzburg angekommen, war ich begeistert von dieser prachtvollen Natur. Bin gleich mit meiner Piti rauf auf die Wiese und mal eine Stunde gegangen, überwältigend schön. Zurück gekommen ins Hotel, habe ich mich bald zum Abendessen begeben. Oh, mich hat man separat gesetzt, weil ich mit dem Hund nicht in das ’schöne‘ Gastzimmer darf. Was komisch ist, denn der Hund zahlt pro Tag 8 Euro einfach nur, dass er mit ist. Nun saß ich da im schiachen Schankraum ganz alleine, die anderen Gäste saßen ein paar Meter weiter am gedeckten Tisch und haben einander kennen lernen dürfen 🙂 Ich saß da mit meiner ungewürzten Suppe und dem getrockneten Schnittlauch drauf.

Wie Ihr wisst, kenne ich mich ja besonders gut aus mit BasenFasten, habe ich doch selbst ein Konzept entwickelt, mit dem man gut abnehmen kann, wenn man das möchte. Ich wollte auch gerne 1-2 Kilos abnehmen, aber das war nicht der Grund für meine Entscheidung. Ich wollte streng basisch essen und bekocht werden, wollte detoxen, ‚entschlacken‘, eben ‚entgiften‘. Wollte bewusst auf Kaffee, Wein und tierische Lebensmittel verzichten.

Was mir allerdings hier abends, mittags und zum Frühstück kredenzt wurde, war im höchsten Maße dreist. Alles ungewürzt, keine Nüsse, keine Samen, keine frischen Früchte, keine frischen Kräuter, keine Auswahl an guten basischen Toppings, nichts. Einfach Gemüse gekocht und auf den Teller geklatscht. Und ich war ständig hungrig. Ich hasse es, hungrig zu sein. Das ist das Schlimmste für mich, daher ging es mir richtig schlecht. Die waren nicht sonderlich kooperativ in diesem Hotel.

Ich fragte mich, sollte ich in den Ort fahren und mir etwas zu essen besorgen? Denn als ich mal bei einem Frühstück (gekochter, ungewürzter, geschmackloser Quinoa mit 3 gewärmten Zwetschken aus der Dose) nachgefragt hatte, ob ich denn noch Zwetschken bekommen dürfe, sagte man mir: ‚Muass i schauen, i glaub aber net. De san abzählt.‘ Okayyyyy. Interessant. Ich fuhr nicht in den Ort, weil ich nicht ins Auto steigen wollte und weil ich mir blöd vorkam, mir Essen zu besorgen. Arbeiten konnte ich dort übrigens auch nicht richtig gut, denn die haben kein Wlan im Haus. Wer hätte gedacht, dass man im Jahr 2019 bei einer Zimmerreservierung noch nach einem Wlan fragen muss.

Zusammenfassend: Schlechtes Essen und das zu wenig. Außerdem gab es einmal Spargel mittags (ohne Kartoffel) und der ist nicht mal basisch, sondern sauer. Schlechte Betreuung, liebloses, gleichgültiges Verhalten. Ich habe nach der zweiten Nacht nach der Rechnung gefragt. Ungehalten wollten sie mir alle 5 Nächte verrechnen, stand so im Kleingedruckten ihres Angebotes, dass sie das dürften. Ich habe ihnen 3 statt 2 Nächte bezahlt – sozusagen ein Vergleichsangebot gemacht – sie haben es angenommen und ich habe auf Speedy Gonzales gemacht und war weg.

Warum ich das getan habe? Warum ich abgereist bin? Weil ich es mir wert bin. Weil sich jeder von uns es wert sein sollte! Jeder sollte für sich einstehen. Ja, ich hatte einen Verlust, aber am Ende des Tages hatte ich einen Gewinn, weil ich mir treu geblieben bin. Weil ich nicht in einer Situation geblieben bin, die mir unangenehm war, in der ich mich schlecht fühlte. Nur, weil es so vereinbart war, nur weil ich es so reserviert hatte, musste ich noch lange nicht bleiben. Wir können immer neu entscheiden! Jeden Tag. Egal, worum es geht. Um ehrlich zu sein, es hatte schon Mut gebraucht, zu sagen, dass ich abreise, denn Konfrontationen sind mir seit jeher unangenehm, weil sie Energieräuber sind. Aber schlechtes Essen und lieblose Betreuung um mein Geld ist dann doch zu viel.

Das Wichtigste: BasenFasten darf nicht Hungern bedeuten! Ganz schlimm!
Wer mich kennt, weiß, dass ich immer schon eines gesagt habe: Abnehmen kann man nur mit Essen! Am besten mit Essen, das auch schmeckt.

Bei meinem BasenFasten Konzept gibt es gutes Essen, 3 x täglich, man wird angenehm satt UND man nimmt damit ab. So soll das sein! Nun bin ich glücklich zu Hause und koche mir halt selber was Feines, oder ich hole mir so wie heute eine Honu Tiki Bowl mit Quinoa und picknicke mit meiner liebsten Tochter vor ihrer Schule in ihrer Pause, mitten im ersten Bezirk auf der Wiese auf einer Decke. Glück pur.

So geht gutes Leben! Gewinn statt Verzicht! Alles eine Frage der Perspektive. Das Leben kann so gut sein. Wenn es mal nicht so gut läuft, dann bleibe nicht stehen, finde dich nicht damit ab, sondern tue etwas! Für dich. Es lohnt sich. Immer. Deine Ursula

Ursula fastet. Ist das eine gute Idee? JA natürlich!

Ich befinde mich gerade auf einer Fortbildungswoche im Kloster Pernegg. Eine ganze Woche lang und das wird auch nicht die letzte sein, denn zwei Wochen folgen noch. Das Thema hier ist FASTEN, genauer gesagt geht es hier um die verschiedenen Formen des Fastens. Zum Beispiel um BASENfasten: herrliches basisches Essen, also Gemüse und Obst. Und natürlich auch um die Hardcore Variante SAFTfasten (auch Heifasten genannt): nur Saft und Gemüsebrühe. Ich lerne viel von erfahrenen Fasten-Ärzten und Fasten-BegleiterInnen. Vieles habe ich schon gewusst, vieles ist neu und daher sehr spannend für mich. Ich mache das ganze Programm mit, bin also Studierende und gleichzeitig Praktizierende. Ich esse eine Woche nur BASISCH. Daher gibt es keinen Kaffee, keinen Zucker, kein Fleisch, keine Milchprodukte, kein Brot, keine Nudeln, keinen Reis und auch keinen Wein. Dafür aber gibt es warmen Brei zum Frühstück (viele neue Rezepte habe ich in der Tasche), mittags werden frische, phantasievolle Salate und warme, delikate Gemüsegerichte serviert, Kartoffeln sind immer dabei, dazu gibt es Nüsse und frische Kräuter. Abends eine fantastische, meist pürierte und gut gewürzte Gemüsesuppe und was für mich wichtig ist: von dieser so viel man möchte. KÖSTLICH sage ich euch. Ein bisschen habe ich mich schon vor dieser Fastenwoche gefürchtet, denn wer mich kennt weiß, dass ich meinen Espresso brauche und mein Glas Wein zum Essen liebe. Aber zu meiner großen Überraschung fehlt mir weder das eine noch das andere. Ich fühle mich besser denn je. Ich bekomme genug zu essen, schlafe gut und sogar tief und entspanne mich. Und das obwohl mein Tag um 7:00 beginnt mit Ölziehen und Zungenschaben, dann geht’s zu Yoga oder Qigong an der frischen Luft. Viele Stunden lausche ich gespannt den Vorträgen, oft werden sie sogar draussen im Klostergarten abgehalten. Die Sonne scheint und der Himmel ist hellblau. Ein Genuss. Das Seminar wird nur unterbrochen durch ein herrliches Mittagessen und einem ausgiebigen Spaziergang. Lernen, lernen, lernen. Warum ich das mache? Weil Fortbildung wichtig ist und weil ich meine Klienten und euch hier auf meinem Blog mit etwas Neuem überraschen möchte. So viel sei schon mal verraten: Less is more oder auf deutsch: Verzicht ist in Wahrheit ein Gewinn.