easy eating kocht

Die gesündesten und gleichzeitig saftigsten Himbeer-Muffins weltweit :)

Dieses großartige Rezept für die saftigsten Himbeer-Muffins ever habe ich von meiner lieben Assistentin Nicole, Studentin der Ernährungswissenschaften, die mich ab nun tatkräftig und zu meiner großen Freude bei meinen zukünftigen Projekten unterstützen wird.

Rezept für 12 Muffins

Für den Teig:
150g Himbeeren TK
250g Hafermehl*
160g Kokosblütenzucker
1 EL Zimt
1 EL Vanillepulver (vorzugsweise frische Schote )
1 EL Backpulver
55g Kokosöl in Zimmertemperatur
1 Leinsamen Ei**
200g Sojacuisine

Für die Streusel (optional):
30g Kokosöl
100g Mandelmehl
50g Kokosblütenzucker

*Für das Hafermehl: Haferflocken in einen Mixer geben und so lange mixen, bis ein Mehl entsteht
** Für das Leinsamen Ei: 1 EL geschrotete Leinsamen mit 2 EL Wasser vermischen und für 5min zur Seite stellen. Somit sind die Muffins vegan.

Zubereitung:
Backofen auf 200°C Umluft vorheizen
Leinsamen Ei herrichten
Trockene Zutaten vermischen, bis das Backpulver gut untergemischt ist
Kokosöl, Leinsamen Ei und Sojacuisine cremig rühren
Die trockenen Zutaten nach und nach zu den feuchten Zutaten geben und kurz vermischen, bis alles gut verarbeitet ist.
Teig in die Muffin Formen geben (ca. 2-3 EL pro Muffin Form)
Streusel verkneten und auf die Muffins geben
20-25 Minuten bei 200°C Backen

Tipp:
Muffins abkühlen lassen -sie schmecken am nächsten Tag noch besser!

Ehrlich jetzt. Das sind für mich die besten Himbeer-Muffins, die ich je gegessen habe. Innen saftig und süß. Ich kann sie nur jedem empfehlen und das obwohl sie vegan sind (Achtung Scherz:). Bon Appetit und viel Freude beim Nachmachen. Eure Ursula

Himbeermuffins

Shakshuka – ein Klassiker aus Israel. Als Hangover Frühstück oder to go für die Arbeit oder die Uni wunderbar geeignet.

Shakshuka. Die Herkunft dieses einfachen und dennoch so großartigen, salzigen Frühstücks ist nicht ganz klar. Es stammt vermutlich ursprünglich aus dem nordafrikanischen Raum wie Tunesien, Algerien und Ägypten. Es wurde wohl einst

von tunesischen und anderen maghrebinischen Juden in Israel eingeführt, wo es dann schließlich zu einem Israelischen Nationalgericht wurde. Ich liebe Shakshuka, esse es gerne zum Brunch, aber auch für abends und zum Mitnehmen ist es sehr gut geeignet, denn man kann es warm oder kalt essen. Die Zutaten und die Zubereitung sind so simple, dass Ihr euch gleich fragen werdet, wie Ihr ohne dieses großartige Gericht so lange leben konntet…

Zutaten und Zubereitung:
1 mittlere Zwiebel, 1-2 Knoblauchzehen fein hacken und gemeinsam mit 1 TL Paprikapulver in Olivenöl dünsten. 2 Paprika, entweder orange, gelb und/oder rot würfelig schneiden und dazu geben. 1 kleine frische Chili, 2 große Tomaten würfelig schneiden und auch dazu.
2 EL Tomatenmark unterrühren. Mit Salz und frischem Pfeffer abschmecken. Alles schön langsam und ruhig dünsten. Dann 4 Mulden für die Eier machen, die rohen Eier in die Mulde geben und weiterhin auf kleiner Flamme stocken lassen. Nun den Feta drüber bröseln, bis er zergangen ist. Mit viel frischer Petersilie servieren. Pro Person 2 Eier, wenn Sie mehr Eier für mehr Personen wollen, dann einfach bis 8 Eier aufstocken. Shakshuka kann man warm oder kalt essen und ist richtig richtig gut. Auch bei Gästen sehr beliebt.  So wie ich es heute genießen durfte als Gast bei meiner lieben Nichte zum Brunch. Guten Appetit oder bete avon wie man in Israel sagt. Hier noch ein link zu ‚How to make Israeli shakshuka‘ (ohne Feta) https://www.youtube.com/watch?v=69hWzKST2D8

Ein köstliches Mittagessen in 18 Minuten. Geht das? Ich sage Ja!

Heute gibt es 4 Rezepte für ein Thema und zwar Tarte Flambée oder zu deutsch Elsässer Flammkuchen mit 4 verschiedenen Auflagen. Am Foto ist die in meiner Familie und bei meinen KlientInnen allseits beliebte Variante mit Lachs zu sehen. 

Hier die Zutaten und die Zubereitung für die jeweiligen Varianten, drei salzige und eine süße.
Zu genießen als Hauptspeise für zwei oder eine Vorspeise für drei Personen.

Variante Lachs mit Ruccola
Fertigen Flammkuchen (Supermarkt) ausrollen, mit einem Bio Naturfrischkäse und frischem Kren aus dem Glas, einer Handvoll Röllchen von dem Grün der Jungzwiebel, Salz, Pfeffer,
1 EL prickelndes Mineralwasser abschmecken und den rohen Teig damit bestreichen.
15 Minuten ins Rohr bei 200 Grad Umluft. Rausnehmen, den Bio-Lachs in appetitliche Stücke, Handvoll Jungzwiebel in Röllchen, Avocado in Scheiben, Ruccola vorher mit Öl und weißem Balsamico anmachen, Salz, Pfeffer, würzen. Alle Zutaten ‚roh‘ auf den fertigen Teig geben und jetzt nur mehr essen.

Variante Schinken mit Paprika
Wieder fertigen Flammkuchen kaufen (wer ihn gerne selber machen möchte, der schreibe mir, ich schicke gerne das Rezept zu), wieder Bio-Naturfrischkäse, etwas Knoblauch fein gehackt, wieder 1 EL prickelndes Mineralwasser, Salz, Pfeffer, frische grüne Kräuter nach Belieben (Petersilie, Schnittlauch oder Kresse) alles vermischen und auf den Teig streichen. Diesmal einen saftigen Schinken (etwa 150-200 g) in Würfel oder Streifen schneiden, Paprika gelb oder rot würfelig schneiden, eine Handvoll Jungzwiebel in Röllchen. Alles gleichmäßig verteilen, für
15 Minuten bei 200 Grad Umluft  ins Rohr. Fertig ist die pikante Variante.

Variante Ziegenkäse mit Birne
Flammkuchen wie oben mit Frischkäse bestreichen, Ziegenkäse in kleine Flöckchen auf dem Teig verteilen, frische Walnüsse verkleinern, weiche Birne in Scheiben (wenn sie nicht weich ist, vorher in Wasser dünsten), ich gebe immer gerne etwas Grünes überall drauf, hier würde ein Handvoll Vogerlsalat oder frische Spinatblätter passen. Wieder gleiche Zeit, gleiche Grade ins Rohr. Als Vorspeise bei Gästen sehr beliebt. 

Und nun der falsche Apfelstrudel
Diese feine, süße und dennoch leichte Süßspeise habe ich mir vom Restaurant Joma am Hohen Markt abgeschaut, dort heißt sie  ‚Apfelstrudel reloaded‘.

Wieder Flammkuchen, wieder Frischkäse (im Joma nehmen sie Creme Fraiche, ich wäre aber kein Ernährungscoach, würde ich nicht die leichtere Variante empfehlen), wieder Mineralwasser. Diesmal 4 kleine süß-saure Äpfel schälen, in Scheiben schneiden und in Wasser dünsten, bis sie schön weich sind. Rosinen (über Nacht in Rum eingelegt) je nach Belieben auf dem Teig verteilen, Ahornsirup direkt darauf, Zimt, Walnüsse verkleinert, Zesten einer Bio Zitrone darüber. Ab ins Rohr, gleiche Temperatur, gleiche Zeit. Von Zeit zu Zeit schauen, ob die Nüsse eh nicht ‚verbrennen‘.

Lust bekommen auf eine der Flammkuchen Varianten?
Wenn Sie meine Rezepte nach kochen, würde ich mich über ein Feedback freuen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein wunderbares, fröhliches Wochenende. Herzlichst Ursula

Pho ga oder eine Hendlsuppe aus Vietnam. Mein Lieblings-Soulfood an (Winter)Tagen wie diesen.

Die Phở (richtig ausgesprochen eigentlich Fa, die meisten aber sagen Fo, ich sage Fo) ist eine traditionelle, vietnamesische kräftige Suppe mit Nudeln und Rindfleisch (Pho bo) oder mit Hühnerfleisch (Pho ga) und wird in Vietnam als Frühstück gegessen. Die Suppenküchen sind daher auch nur von früh morgens bis vormittags geöffnet.

Hier das Rezept von meiner Pho ga:
Original ist die Suppe aus Rinderknochen (auch die Hühnersuppe), aber ich verwende ein gutes Stück Bio-Rindfleisch als Basis für die Suppe, dieses gebe ich dann wieder raus aus und verwende es am nächsten Tag weiter.

Zutaten für 4 Personen:
4 dicke Bio-Hühnerbrüste mit Haut 
250 g gutes Bio-Rindfleisch für die Suppe
1 großer Bund Grünzeug
8 mittlere Karotten (gerne auch mehr)
1 dicke Stange Porree (gerne auch 2)
1 Stange Zitronengras
1 Stück walnussgroßer Ingwer
1 frische Chilischoten
2 Limetten
Sojasauce
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Etwas brauner Zucker
1 Pkg. frische Sojasprossen 
2 Pkg. frischen Koriander (wer Koriander nicht mag, der nehme Kresse)
1 Pkg. Reisnudeln (Supermarkt)

Zubereitung (Schwierigkeitsgrad simpel):
Hühnerbrüste und Rindfleisch waschen.
Rindfleisch alleine ohne Gewürze in einen großen Topf mit Wasser aufkochen lassen, solange bis das Wasser grauslich braun schäumt, Fleisch raus, Wasser weg, Topf waschen, wieder Wasser rein und nun kommen rein: Wieder das Rindfleisch im ganzen, die Hühnerbrüste im ganzen, das ganze Grünzeugs (ohne die Petersilie) schön geputzt und klein würfelig geschnitten, ebenso die Karotten, Porree, Zitronengras im Ganzen rein, Chilischote in Röllchen, Ingwer geschält und klein gehackt. 4-5 gehäufte TL Salz, einige Runden frischer Pfeffer, 2 TL brauner Zucker, ein Stamperl Sojasauce dazu. Kurz aufkochen lassen, dann auf kleinerer Flamme köcheln lassen, ca. 1 Stunde lang (habe nicht auf die Uhr geschaut, glaube aber es stimmt, das Huhn muss schön weich sein). Dann abschmecken und nachwürzen mit Sojasauce,  Saft einer Limette, ev. noch Pfeffer. Zitronengras kommt weg (weil ungenießbar). In der Stunde während die Suppe köchelt, die Reisnudeln für ein paar Minuten in Wasser aufkochen lassen, abseihen und auf die Seite stellen. Den Koriander klein hacken (ich zupfe, weil ich ungeduldig bin, die Blätter nicht ab, sondern gebe nur die groben, langen Stängel weg und hacke dann den Koriander mit einer Kräuterwiege klein). Nun ist die Suppe fertig, das Rindfleisch kommt raus (das verwende ich den nächsten Tag zb. für ein Gröstl mit Kartoffel und Thymian oder kaltes saures Rindfleisch mit roten Zwiebeln, Käferbohnen und Kernöl). Die Hendlbrüste kommen nun auch raus, ich entferne die Haut und alles, was man nicht beißen kann und schneide das Fleisch in appetitliche Stücke, gebe sie in die Suppe zurück. Serviert wird die Suppe in der Suppenschale, nun kommen die Nudeln dazu, die Sojasprossen und oben auf der Koriander. Den Tisch decke ich mit asiatischem Geschirr, das habe ich mir mal am Naschmarkt in einem Asia Laden gekauft. Eine schöne Suppenschale, daneben Stäbchen für die Nudeln. Koriander, Sojasprossen und Limettenachteln kommen auf den Tisch und jeder kann sich selbst nachnehmen.

So lässt sich der Winter aushalten! Guten Appetit oder Ngon Miệng wie man in Vietnam sagt und viel Spaß beim Nachkochen, Eure Ursula

Können Vegane Spaghetti ‚Bolognese‘ tatsächlich schmecken? Ich sage Ja!

Kaum eine Ernährungsweise, ein Ernährungstrend polarisiert mehr als der Veganismus. Ich maße mir keine Bewertung an. Jeder soll für sich entscheiden, welche Ernährungsform, welche Lebensform für ihn die richtige ist. Der Veganismus ist aus dem Vegetarismus entstanden. Die Unterschiede zwischen Veganismus und Vegetarismus sind leicht zu erklären. Der Veganer verzichtet bei seiner Nahrungsaufnahme gänzlich auf tierische Produkte im Gegensatz zum Vegetarier. Vegetarier essen neben pflanzlichen Produkten noch Milchprodukte wie beispielsweise Joghurt, Käse und Topfen. Wen es interessiert: Ich sehe mich als Flexitarier. Manche nennen Flexitarier auch Fast-Vegetarier oder Zyniker: Vegetarier ohne Durchhaltevermögen. Mir egal. Ich liebe Gemüse, Salate, Früchte, ich liebe aber auch Milchprodukte. Fisch und Meeresfrüchte esse ich nur,  wenn ich im Süden bin. Huhn esse ich gerne, Fleisch kaum bis nie. Und wenn Fleisch, dann nur beste Qualität.

Aber zurück zum Veganismus: Wer mich und meine Methode kennt, weiß, dass ich mich sehr für Basische Ernährung interessiere und dieses Wissen auch gerne in mein Ursprungskonzept einfließen lasse. Basische Ernährung ist in Wirklichkeit vegane Ernährung. Ich habe sehr viele Basische Rezepte gesammelt und auch kreiert. Dieses heute ist von Laura Koerver aus ihrem wunderbaren Buch Kiss the Cook. Die Spaghetti sind Zoodles, also Zucchini-Nudeln. Das Foto allerdings ist von Tanja Hofer, fotografiert bei unserem Basischen Kochworkshop.

Hier zum Rezept –  Zutaten für 2 Personen:

Für die Champignon-Bolognese: 2 EL Olivenöl, 1 Zwiebel (fein gehackt), 1 Knoblauchzehe (fein gehackt) 2 Karotten f(ein gewürfelt), 1 Stange Sellerie (fein gehackt), 2 getrocknete Tomaten (ebenfalls gehackt) 30 ml heiße Gemüsebrühe; 400 g Champignons (gewürfelt), 1 EL Tomatenmark, 250 ml Tomatenpassata, 2 TL italienische Kräuter, ein paar Basilikumblätter (geschnitten).

Für die Zoodles: 3-4 Zucchini, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer. 

Zubereitung: In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Karotte, Sellerie und getrocknete Tomaten dazugeben und anbraten. Mit heißer Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen bis das Gemüse gar, aber noch knackig ist. In einer zweiten Pfanne die Champignons im restlichen Öl braten, Tomatenmark untermischen. Anschließend die Tomatenpassata dazu geben und köcheln lassen bis es die Konsistenz einer Bolognese hat. Das Pfannengemüse unter die Pilz-Tomatensause mischen. Mit Salz, Pfeffer, italienische Kräutern und Basilikum würzen. Die Zucchini mit dem Spiralschneider in Spaghetti schneiden. In Olivenöl in einer Pfanne schwenken, bis sie heiß sind. Auf Schalen verteilen und die Champignonbolognese draufgeben. Köstlich und das obwohl vegan (Achtung ironisch). Viel Vergnügen beim Nachkochen und guten Appetit. Eure Ursula

Der leichteste Cheesecake aller Zeiten

Als ich den Cheesecake das erste Mal gegessen hatte, war ich in New York und Mitte Zwanzig. Also auch schon eine Weile her. Damals dachte ich, was aus Topfen (oder wie die Amerikaner sagen cream cheese) besteht, kann nur leicht sein. Großer Irrtum. Wann immer ich in New York oder überhaupt in den USA war, war der Cheesecake mein Lieblingsdessert und habe mich dann jedesmal gewundert, warum ich wieder, in Wien angekommen, zugenommen hatte. Ich bin keine besonders Süße. Ab und zu ein Rippe Bitterschoko oder noch seltener einen Marillenfleck meiner Mutter, aber mehr schon nicht. Ich liebe Wiener Striezel oder eben etwas Topfiges. Den Original Cheesecake so wie ich ihn aus NY kenne, gibt es kaum, ich würde ihn mir aber auch nicht zu oft gönnen, weil er einfach zu fett ist. Nun hat mir meine Freundin Lizzi eine Topfentorte oder wie unsere deutschen Freunde sagen Käsekuchen oder Quarktorte (Hilfe es wird immer schlimmer) vorbei gebracht, gleich mit Rezept, weil sie sich schon denken konnte, dass ich ihn nachbacken wollen würde. Und Recht hat sie. Er war köstlich und unglaublich leicht. Man kann ihn auch mit frischen Beeren verzieren, wie jeder möchte. Ich mag ihn am liebsten nackig. Hier nun gerne das Rezept für euch.

Für den Boden: Der Boden ist ein Keksboden und besteht aus 100 g Butterkeksen und 100 g Zwieback (ich würde Dinkel nehmen), beides im Sackerl mit irgendeinem Ding (ich nehme den Mörserstab) draufklopfen, bis sie gut zerbröselt sind und anschließend mit 50 g flüssiger Butter vermischen und dicht auf den Tortenboden pressen.

Für die Masse: 4 Pkg. Magertopfen, 1 großes Vanille Bio-Joghurt, 4 ganze Eier, ⅛ Glas brauner Zucker, ½ Pkg. Backpulver => alles gut vermischen und auf den Tortenboden geben. Bei 170 Grad Umluft ca. 30 Minuten backen. Wem die Maße zu trocken, also zu wenig fett ist, kann auch einen Teil normal fetten Topfen und einen Teil Frischkäse nehmen. Jeder wie er möchte. Und wem dieser noch immer zu leicht ist, der fliege nach New York und nehme mich bitte gleich mit. In jedem Fall wünsche ich euch ein gutes Gelingen und lasst mich doch wissen, wie er geworden ist, euer Cheesecake.

Hummus au chocolat. Kann das was? Ich sage JA!

Wer liebt das nicht – ein selbst gemachtes Mousse au chocolat? Ich glaube, die meisten von uns lieben Schokolade. Den einen (so wie mir) genügt ein Stück dunkle Nussschokolade, die anderen würden am liebsten in ein Nutella-Glas köpfeln. Wir sind uns, denke ich, einig, dass es hunderte Möglichkeiten gibt, wie man seine Schokoladen-Lust befriedigen kann. Ich habe leider noch kein bessere Bezeichnung als ‚die Lust befriedigen‘ gefunden. Wenn ihr ein eleganteres Wort dafür kennt, das diese Glückseligkeit des Moments, wenn die Schoko auf der Zunge zergeht, beschreibt,  so schreibt mir doch bitte eine Mail. Ich bin dankbar, denn ich komme mir immer ganz komisch vor, wenn ich bei meinen Vorträgen von ‚Essen, das befriedigen soll‘, spreche. Ich freue mich über eure Anregungen. Zurück zum Mousse au chocolat – wie wäre es mal mit Hummus au chocolat? Ich habe es vor kurzem ausprobiert und zwar bei unserem Kochworkshop und war überrascht, wie köstlich die gesunde Variante sein kann. Einen Versuch ist es wert und vor allem bedenkt bitte: Wenn euch diese im wahrsten Sinne des Wortes abgespeckte Version des Mousse au chocolat schmeckt, dann habt ihr wieder etwas gefunden, das euer kulinarisches Repertoire erweitert. Die originale Variante darf natürlich bleiben, an Festtagen und zu besonderen Anlässen. Und das leichte Schokomus darf in den Alltag integriert werden. Sogar in die Zeit, in der wir abnehmen wollen. Was sage ich immer? Abnehmen funktioniert nur mit Essen. Am besten mit Essen, das schmeckt. In diesem Sinne probiert es aus und schreibt mir, wie es euch geschmeckt hat. Das interessiert mich sehr!  Bon appétit ihr Lieben!


Hummus au chocolat (Rezept)
Zutaten:
200 g vorgekochte Kichererbsen*
5 Datteln
30 g Kakaopulver
3 EL Kokosblütensirup
1 TL Zimt
120 ml Getreidemilch wie Mandel, Hafer, Dinkel oder Soja
40 g Mandeln oder Haselnüsse gerieben

*ich nehme immer die ‚fertigen‘ Kichererbsen im Glas aus dem Bioladen

Zubereitung:
gaaanz schwer! Alle Zutaten vermischen und mit einem Pürierstab oder Mixer cremig rühren. Fertig. Ach ja, und vegan ist das ganze auch noch. 

Ist es schwierig, ein gesundes Brot selber zu backen? Ich sage Nein!

Ein glutenfreies, basisches Buchweizenbrot zum Beispiel, das zudem auch noch köstlich schmeckt. Ich habe dieses Rezept bei einem Basen-Kochworkshop bekommen, den ich vor kurzem besucht habe und nun das erste Mal nachgebacken habe. Buchweizen ist übrigens kein Getreide, schmeckt aber wie eines. Die meisten Getreidearten zählen zu den Süßgräsern, der Buchweizen ist ein Knöterichgwächs. Folglich ist er auch frei von Gluten und Weizenlektinen und damit ist er auch basisch. Buchweizen ist für viele daher bekömmlicher als Weizen. Ich kann dieses Rezept nur empfehlen, es ist ein saftiges, köstliches Brot, das zudem noch ein wertvolles Lebensmittel ist, denn es ist reich an hochwertigen Fettsäuren, Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Also ran an das gesunde Buchweizenbrot, gerne teile ich das Rezept mit euch. Das Foto unten ist bei meinem BasenFasten Kochworkshop entstanden (Foto: Tanja Hofer)

Zutaten:

500 g Bio Buchweizenmehl gemahlen
je 4 EL Bio Leinsamen ganz, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam
40 g Bio Brotgewürz (geschrotet)
6 g Bio Trockegerm
1,5 TL Salz 
1 EL Bio Honig
550 ml Wasser lauwarm
1 EL Apfelessig
2 EL Olivenöl

Zubereitung:

1. Buchweizenmehl mit den Gewürzen, Samen und dem Salz gut durchmischen.

2. Die Trockenhefe und den Honig im handwarmen Wasser auflösen und so lange warm stehen lassen, bis es zu schäumen beginnt (3-5 Minuten). Das Wasser-Hefe-Gemisch zum Mehl geben und alles zusammen mit dem Kochlöffel in wenigen Minuten zu einem Brotteig rühren. Olivenöl beimengen. Der Teig hat eine sehr weiche Konsistenz. 

3. Zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde ruhen lassen, der Teig soll sich dabei heben.

4. Eine Kasten-Backform mit Kokosöl bestreichen, zuerst mit Mehl und dann mit Sesam oder anderen Samen bestreuen oder einfach mit Backpapier auslegen. Den Brotteig in die Backform geben einfüllen und nochmals 30-60 Minuten gehen lassen.

5. Backrohr auf 220°C vorheizen und das Brot 20 Minuten backen. Danach auf 180°C zurückschalten und 40 Minuten fertig backen. Hitze abschalten und das Brot noch 15 bis 20 Minuten im Rohr lassen. Brot aus der Form stürzen und auskühlen lassen. Ein gutes Gelingen wünscht euch Ursula

Dürfen Kochworkshops feuchtfröhlich sein? Ich sage JA!

In der Vergangenheit habe ich viele Kochworkshops besucht, nicht nur, weil ich Neues erfahren oder lernen, sondern auch weil ich sehen wollte, wie andere ihr Wissen und ihr Können vermitteln. Einige sehr nette Menschen sind mir in diesen Rahmen begegnet, einige waren aber auch zum Einschlafen langweilig. Diese Kochworkshops sind aber auch ziemlich anstrengend, weil man viel Vorarbeit leisten muss. Rezepte überlegen, Einkaufslisten zusammen stellen, überlegen, was wer machen soll/kann, Unterlagen vorbereiten, einkaufen, alles zur Showküche bringen (schleppen) und konzentriert kochen und moderieren. Und trotzdem biete ich sie seit kurzem an. Warum? Weil sie großen Spaß machen. Weil es schön ist, zu sehen, wie viel Freude alle haben, zu schnipseln, zu kochen, zu verkosten, Neues zu lernen, zu probieren und dabei zu trinken, zu lachen und ausgelassen zu sein. Mein ’neuestes Baby‘ ist BasenFasten. Mit Früchten und Gemüse und hochwertigen Getreiden kochen. Ohne tierisches Eiweiß, ohne Weizen, ohne Zucker. Ideal, wenn man abnehmen möchte. Klingt ziemlich schwierig, ist es aber gar nicht. Unglaublich, wie viel uns die Gemüseküche bietet. Wie spannend es ist, Gewürze, Kräuter, Nüsse und Samen mit einander raffiniert zu kombinieren. Köstlich! Die meisten von uns scheuen sich davor, neue Gemüsespeisen auszuprobieren – das ändert sich mit meinem BasenFasten Kochworkshop. Und obwohl Wein ganz und gar nicht basisch, sondern im Gegenteil sauer ist – darf er bleiben, wenn wir kochen. Er ist sozusagen unser Begleiter. Denn wie sagt Woody Allen so schön: Der Mensch lebt nicht von Brot alleine, manchmal braucht er einen Drink. Und Wein in Maßen genossen, ist wunderbar. In diesem Sinne, nach dem Sommer gibt es den nächsten Kochworkshop. Ich freue mich auf euch, eure Ursula.

Kann ich einen veganen Frühstücksbrei sexy machen? Ich sage JA!

Letzten Freitag hatten wir, eine Gruppe gut gelaunter und aufgeweckter Frauen unseren ersten BasenFasten Kochworkshop, den ich veranstaltet habe. Wir haben viel gelacht, gekocht, viel Blödsinn gemacht und gut gegessen. Unter anderem gab es einen veganen Frühstücksbrei, um dessen Rezept mich einige hier auf Instagram angeschrieben haben. Nun gebe ich dieser Frühstücksidee einfach einen anderen Namen, nämlich die köstliche Smoothie Bowl mit Melonen und Beeren. Und das ist auch schon das ganze Geheimnis, wie aus einem veganen Frühstücksbrei eine sexy Bowl wird.  Klingt doch gleich viel besser. Dafür habe ich die Haferflocken mit den geschnittenen Datteln über Nacht eingeweicht. Hier ist das ganze Rezept für Euch, viel Spaß beim Nachmachen und Genießen. Hält übrigens über viele Stunden satt. Was will man mehr..

Smoothie Bowl mit Melonen und Beeren

Zutaten:

20 g Datteln, geschnitten
30 g Haferflocken
100 ml Wasser
200 g Zuckermelone, gewürfelt
70 g Mandelmilch
1 TL Zitronensaft
Prise Vanilleschote, gemahlen
Prise Zimt
100 g Beeren
1 TL Mandeln, gehackt

Zubereitung:

Am Vorabend Haferflocken und Datteln mit Wasser vermischen und zugedeckt im Kühlschrank quellen lassen.

Am Morgen die Mischung mit Melone, Mandelmilch, Zitronensaft, Zimt und Vanille im Blender fein pürieren (Pürierstab funktioniert auch)

In eine Schale umfüllen beliebig mit Obst und Mandeln garnieren.